Ästhetik

Bleaching

Schöne, makellos weiße Zähne lassen uns jünger, vitaler, gesünder und erfolgreicher erscheinen. Eine Methode um dieser Wunschvorstellung näher zu kommen, ist das Bleaching (Bleichen der Zähne).

Ursachen der Zahnverfärbung

Grundsätzlich wird die Farbe eines Zahnes vom Dentin (Zahnbein) bestimmt, dass eine dunklere, gelbliche Farbe hat. Darüber liegt der äußere, harte Schmelz, der eher farblos, aber dennoch farbdeckend ist. Je dünner diese Schmelzschicht ist, desto gelblicher wirken die Zähne.

Zahnverfärbungen im Laufe des Lebens können unterschiedlichste Ursachen haben. Dabei unterscheidet man extrinsische (von außen eingewandert) und intrinsische (von innen entstandene) Ursachen. Färbende Substanzen sind häufig Tabak, Kaffee, Tee, Rotwein, Früchte, Fruchtsäfte, Gewürze und auch manche Medikamente (z.B. eisenhaltige Präparate) etc..

Meist lassen sich diese Ablagerungen auf der Zahnoberfläche bei einer professionellen Zahnreinigung entfernen. Diese färbenden Substanzen können aber auch in die Oberfläche des Zahnschmelzes eindringen, in tiefere Bereiche geraten und die Zähne so dauerhaft dunkler färben. Zu inneren Zahnverfärbungen kann es während der Zahnentwicklung kommen oder auch bei Zahnunfällen, wurzelkanalbehandelten Zähnen und im Rahmen des normalen Alterungsprozesses.

Was passiert beim Bleaching?

Der Wirkstoff beim Bleaching ist Carbamidperoxid oder Wasserstoffperoxid. Dieser zahnaufhellende Wirkstoff dringt in den Zahnschmelz zu den verfärbten Molekülen ein. Die Sauerstoffmoleküle des Wirkstoffs reagieren mit den verfärbten Molekülen im Zahn, indem sie die Bindungen aufbrechen, die sie zusammenhalten. So können sich die Sauerstoffmoleküle verteilen und den gesamten Zahn aufhellen.

Welche Möglichkeiten des Bleaching gibt es?

1.
Die effizienteste und vor allem sofort sichtbare Methode findet in der Praxis statt und dauert rund 1 Stunde. So bezeichnet man diese Methode auch als „inoffice Bleaching“ oder „Chairside Bleaching“.
Dazu wird ein Gel verwendet mit einem Carbamidperoxidanteil von 40%. Zusätzlich enthält es Kaliumnitrat und Fluoride, die einen Gesunderhalt des Zahnschmelzes bewirken und vor Austrocknung schützen.
Zu Beginn der Behandlung wird zum Schutz das Zahnfleisch mit einem elastischen Kunststoff abgedeckt. Das Gel wird zwei bis dreimal für ca. 20 Minuten aufgetragen. Das von uns verwendete Gel wird kurz vor der Behandlung von uns chemisch aktiviert und benötigt kein Licht.
Auf Bleaching mit UV-Lampe verzichten wir bewusst, da es zu einer stärkeren Austrocknung der Zähne und somit zu mehr Empfindlichkeiten während der Behandlung führt.

2.
Eine weitere Möglichkeit ist das sogenannte „home Bleaching“ für die Anwendung zu Hause. Nach Abdrucknahme werden für Sie speziell angefertigte Schienen hergestellt.
Nach der ersten Anwendung in der Zahnarztpraxis können Sie die weiteren Behandlungen bequem zu Hause durchführen bis das gewünschte Aufhellungsergebnis erreicht ist. Die individuellen Schienen können auch für spätere Auffrischungsbehandlungen eingesetzt werden. Hierfür kommen Gele mit einem Carbamidperoxidanteil von 10% oder 16% in Frage, je nachdem ob Sie die Schienen tagsüber für ein paar Stunden oder über Nacht tragen möchten.

3.
Eine kostengünstigere Alternative bieten wir mit einem Gel an, dessen Wirkstoff Wasserperoxid mit einem Anteil von 6% ist. Es ist eine professionelle Alternative zu den frei verkäuflichen Zahnaufhellungsprodukten. Dabei handelt es sich um eine Packung mit 10 gebrauchsfertigen Trays (Schienen).

4.
Ist die Ursache für die Verfärbung ein wurzelkanalbehandelter Zahn, wird ein internes Bleaching gemacht. Dazu wird ein Bleaching Gel (35 % iges Wasserstoffperoxid) in einem zuvor geschaffenen Hohlraum in die Zahnkrone eingebracht, dicht verschlossen und dort für einige Tage belassen, bis das gewünschte Aufhellungsergebnis erreicht ist.

5.
Diese Art des Bleaching wird auch „walk in Bleach“-Technik genannt.

Wie lange hält das Ergebnis?

Das Ergebnis hängt stark von den Ernährungs- und Genussmittelgewohnheiten ab. Es kann 3 Jahre, aber auch nur 1 Jahr anhalten. Werden Kronen und Füllungen mitgebleicht?

Ein klares Nein.

Da unsere Zähne mit laufendem Älterwerden etwas dunkler werden, kann es sein, dass früher angefertigte Kronen, die einmal farblich perfekt gepasst haben nun zu hell wirken. Da kann ein Bleaching der Zähne durchaus sinnvoll und auch kostengünstiger sein, als aus ästhetischen Gründen eine neue Krone anzufertigen.

Falls Kunststofffüllungen nach dem Bleaching farblich nicht mehr passen und auf Wunsch ausgetauscht werden sollen, ist dies keine Kassenleistung.

Können auch Jugendliche schon bleachen?

Bei Zähnen von Jugendlichen besteht ein gewisses Risiko, dass der Zahnnerv geschädigt wird, weil die Zahnstruktur noch nicht ausgereift ist und das Bleichmittel weiter in den Zahn dringen kann, zudem ist der Nerv noch sehr groß und reicht weit in die Zahnkrone.

Aus diesem Grund führen wir ein Bleaching erst ab dem 18. Lebensjahr durch.

Gibt es Nebenwirkungen?

Als häufigste Nebenwirkung treten temporäre Überempfindlichkeiten der Zähne bei Wärme und Kälte auf. Sie sind meist nach 1-2 Tagen weg.

Wird das Bleaching von der Krankenkasse übernommen?

Bleaching-Behandlungen zählen zu den kosmetischen Behandlungen und gehören nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Aber auch die privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten in diesem Fall nicht.

Was muss ich vor dem Bleaching beachten?

Zuerst muss vom Zahnarzt eine eingehende Untersuchung gemacht werden um sicherzustellen, dass keine Karies, undichte Füllungen oder Sprünge in den Zähnen vorhanden sind. Eventuell werden auch Röntgenbilder angefertigt, um versteckte Karies auszuschließen.

Die Ursache der Verfärbungen der Zähne wird sachgerecht abgeklärt um zu bestimmen, ob und für welche Bleichtherapie Ihr Gebiss geeignet ist. Vor jedem Bleaching ist auch immer eine professionelle Zahnreinigung nötig. Erstens um die wegpolierbaren Verfärbungen zu entfernen und zweitens können so die Substanzen des Gels besser wirken.

Kosten?

Diese sind individuell, kommen auf das zu verwendende Verfahren an und können erst nach der eingehenden Untersuchung ermittelt werden. Gerne unterbreiten wir Ihnen einen Kostenvoranschlag.

Veneers

Veneers sind hauchdünne Keramikschalen, die nach minimalem Beschleifen auf die Zähne geklebt werden. Sie können eine leichte Schiefstellung der Zähne ausgleichen, wenn man sich die Kieferorthopädische Behandlung sparen möchte.
Sie sind hervorragend bei sogenannten Zapfenzähnen geeignet, wenn die Zähne durchbrechen und nicht ihre „normale“ Form haben.

Stehen in der Front die Zähne lückig, weil sie zu klein für den Kiefer sind, kann man mit Veneers ein harmonisches Lächeln zaubern.

Transparente Zahnkorrekturschienen (aesthetic Liner)

Diese Art der minimalen Kieferorthopädie ist eine interessante Alternative für erwachsene Patienten, die einen hohen Wert auf Ästhetik legen. Es handelt sich um eine nahezu unsichtbare Behandlung zur Beseitigung kleiner Engstände, zum Ausrotieren von Zähnen oder Schließen eines Diastemas (Lücke) in der Front.

Beim aesthetic liner wird mit einem Stufensystem gearbeitet, wobei jede Behandlungsstufe 2 verschiedene Schienen beinhaltet.

Die erste Schiene ist für die hauptsächliche Bewegung und die zweite festigt die Zahnbewegung.
In der Regel lassen sich klassische Fälle mit insgesamt 6 Schienen (3 Behandlungsstufen) behandeln. Dies entspricht einer Behandlungszeit von ca. 3-4 Monaten. Anschließend wird ein sogenannter Retrainer auf die Innenseite der Zähne geklebt, um das Behandlungsergebnis aufrecht zu erhalten.

Wichtig zu wissen, diese Behandlungsmethode ist nur für Frontzähne geeignet. Eine Korrektur der Seitenzähne ist nicht möglich und gehört in die Hand eines Kieferorthopäden.

Zahnschmuck (Dazzler)

Wer einen Zahn mit einem kleinen Schmuckstein aus Kristallglas (Zirkonia) verschönern möchte, der kann dies gerne bei uns machen lassen.

Diese sogenannten Dazzler sind vom Hersteller auf ihre Verträglichkeit geprüft und können, ohne dem Zahn zu schaden, einfach mit einem Spezialkleber aufgeklebt werden. Wenn Ihnen das Schmucksteinchen nicht mehr gefällt, kann es spurlos wieder entfernt werden.

Selbstverständlich ist dies keine Kassenleistung.


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